Research papers

Reinkommen – Drinbleiben. Über Zugang und Erfolg im Kunstbetrieb.

Theoretische Diplomarbeit an der HGB Leipzig, 2006/07.

Was kommt nach einem Diplom an der Kunsthochschule? Schwer zu sagen, denn viele Absolventen holen ihre Urkunde ab und werden danach nie wieder gesehen. Einige wenige Namen tauchen jedoch plötzlich überall auf, man stößt auf sie in großen Ausstellungen, bei der Bekanntgabe von Wettbewerbs- und Stipendienentscheidungen oder beim Durchblättern einschlägiger Zeitschriften. Offensichtlich haben diese Künstler es geschafft: Sie sind rein gekommen. Nun müssen sie nur noch drin bleiben. Nur wer drin ist, hat die Chance, perspektivisch von seiner Kunst auch leben zu können. Aber genau da liegt das Problem: Wie kommt man denn rein? Und wo rein überhaupt? Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Auswahlmechanismen, nach denen Zugang in den Kunstbetrieb gewährt wird, sowie deren Folgen. Auch Vorstellungen von künstlerischem Erfolg und Qualität wird nachgegangen.

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Auf der Suche nach der Party, die gerade nicht ist. Über das Verpassen

Theoretische Vordiplomarbeit an der HGB Leipzig, 2002.

„Man kann es nachrechnen: jeder Mensch hat jeden Tag genau 24 Stunden à 60 Minuten à 60 Sekunden Zeit zum Leben. Das sind weit über 20 Millionen Sekunden im Jahr. Angenommen man lebt wie die meisten Menschen mindestens 50 Jahre, hat man eine Lebenszeit zur Verfügung, die in Sekunden gemessen eine Zahl ergibt die sich in zehnstelligen Dimensionen bewegt.“ M. hielt mir wie zur Bekräftigung seiner Worte die soeben mit wirren Berechnungen vollgekritzelte Serviette vor die Nase. Schon den ganzen Nachmittag saßen wir so da: kaffeetrinkend, redend, uns ab und zu ein paar Tatsachen bezüglich des Themas ›Zeit‹ an den Kopf werfend. Tatsachen die unser beider Zustimmung fanden, aber dennoch nichts änderten. Geschweige denn irgendeinen Trost spenden konnten. M. war heute 30 geworden.

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Großstadtwahrnehmung in der Frühmoderne. Zum Werk Franz Hessels.

Magisterarbeit an der Universität Leipzig, 2000.

Feiert der von einigen Seiten bereits lange totgesagte Flaneur seine erneute Wiederkehr? Neuauflagen bereits vergessener oder unbekannter Bücher, von und über Flaneure geschrieben, haben deren Ideen und Praktiken der Stadtwahrnehmung wieder in Erinnerung und in die Diskussion gebracht. Das Werk Franz Hessels, insbesondere sein Buch Spazieren in Berlin, steht hier geradezu exemplarisch. Hatte er in den zwanziger Jahren die Pariser Flanerie nach Berlin transformiert, wurde seit den achtziger Jahren der Flaneur Hesselscher Prägung wiederentdeckt. Diese plötzliche Zuwendung zum Flaneriekonzept eines Autors, der mehr als vierzig Jahre als vergessen galt, wirft einige Fragen auf. In welcher Form hat sich Hessel mit der Großstadt auseinandergesetzt? Wie kann seine spezifische Wahrnehmung beschrieben werden? Und was lässt seinen Ansatz heute wieder relevant erscheinen?

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